Landtagswahl | Florian Pronold, Mitglied im Kompetenzteam von Franz Maget, gibt den Kandidaten Mielentz und Martini ...

Veröffentlicht am 13.08.2008 in Landespolitik

Landtagswahl | Florian Pronold, Mitglied im Kompetenzteam von Franz Maget, gibt den Kandidaten Jörg Mielentz und Heinz Martini Schützenhilfe, und ruft dazu auf, der „ungerechten“ CSU-Politik ein Ende zu setzen. Die SPD-Recken schießen scharf.

Hof – Die Sprüche wollen nicht so recht zum gediegenen Ambiente passen. Vom „Totengräbern der Pendlerpauschale“ ist die Rede, vom „Voodoo-Priester“, der den Menschen nicht die Wahrheit sagt, und von der „Arroganz der Nichtbetroffenheit“. Heftige Geschütze, geschossen gegen die CSU in Bayern, aufgefahren von SPD-Recken aller politischer Ebenen im Nebenraum des Hofer Hotels „Strauß“. Es ist Wahlkampf und der Ton wird schärfer.

Gute Chancen für den Wechsel

Die CSU regiert an den Menschen vorbei, sorgt für Ungerechtigkeiten im Freistaat, dem Bundesland mit dem größten Gefälle zwischen den Metropolregionen und dem ländlichen Raum: In der Bewertung der Arbeit des politischen Gegners sind sich alle Politiker einig, die hier im „Strauß“ am Tisch sitzen. Die Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger ist gekommen. Ebenso wie Florian Pronold, stellvertretender Landesvorsitzender der Bayern-SPD, Vorsitzender der Bayerischen SPD-Landesgruppe im Bundestag und jetzt auch Mitglied im Kompetenzteam von Franz Maget. Sie wollen ihre Mannen vor Ort stärken, die beiden Landtagskandidaten Jörg Mielentz und Heinz Martini sowie den Kandidaten für den Bezirkstag, Ulrich Scharfenberg. Sie sind überzeugt: So gut standen die Chancen nie, die CSU aus der Regierungsverantwortung zu drängen.

Doch so richtig überzeugt wirkt Pronold nicht, wenn er die Stimmung unter den Wählern beschreibt, denen er bei seiner Tour durchs Bayernland begegnet. „Die Bandbreite der Meinungen ist groß“, sagt er. Wer sich betroffen fühlt, durch Einsparungen etwa, tendiert eher zum Wechsel, hat er bemerkt, und hofft, dass vor allem die Unzufriedenheit mit der Bildungs- und Familienpolitik den Umschwung in der Wählergunst bringen wird.

In Oberfranken setzt die SPD vor allem auf Argumente, die darauf zielen, dass die Region bei der Verteilung von Mitteln nicht hintenüber fallen darf. DSL müsse auch in diesem Landstrich selbstverständlich werden ebenso wie ein attraktives Angebot bei der Kinderbetreuung, gerade für die unter Dreijährigen. Nur dank solcher „weicher Standortfaktoren“, davon ist Pronold überzeugt, kann es eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung geben. Und schließlich: Die Pendlerpauschale sei ein Muss für eine Gegend, in der die Arbeitnehmer weite Strecken zum Arbeitsplatz fahren müssen. Die SPD habe sich immer für die Pendlerpauschale ausgesprochen, die CSU habe sie abgeschafft und gebe sich nun den Anschein, ihr Retter zu sein, sagt Pronold und bedauert die „andere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit“.

Ähnlich wettert der Bezirkstagskandidat Scharfenberg. Erst hätten die Christsozialen für „soziale Ungerechtigkeit in den Heimen“ gesorgt, gestrichen, gekürzt und gespart. Nun, nach der Kommunal- und vor der Landtagswahl, würden viele der früheren Entscheidungen wieder zurückgenommen.

Angesichts solcher Entwicklungen liege es auf der Hand, dass sich der Wähler im September für die SPD entscheiden müsse, sind auch Jörg Mielentz und Heinz Martini überzeugt. Die SPD stehe für mehr Gerechtigkeit und sei der „Anwalt des ländlichen Raums“, sagt Mielentz. Dass die CSU wenig von einer umfassenden Strukturpolitik halte, zeige sich allein daran, wie die Transrapid-Millionen verteilt worden seien. „Wir haben viel weniger bekommen, als uns pro Kopf zusteht.“

Der Region Stimme geben

Grundsätzlich ungerecht verteile die CSU das Geld, sagt Martini, und wirft dem politischen Gegner vor, es mit dem ländlichen Raum seit jeher nicht allzu ernst zu nehmen. Sein Appell richtet sich daher direkt an die Menschen in Hochfranken: „Wir müssen unserer Region eine Stimme geben. Wir brauchen uns wirklich nicht zu verstecken und wir dürfen uns nicht das nehmen lassen, was andere ganz selbstverständlich bekommen.“ bw

SPD-Wahlkämpfer Florian Pronold, Mitglied im Kompetenzteam von Franz Maget, und Aspirant auf den Posten als bayerischer Finanzminister.

 

Homepage Ulrich Scharfenberg

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