Ziel | Stadt gibt nicht auf, Faßmannsreuth und Neuhausen mit DSL zu versorgen.

Veröffentlicht am 18.01.2009 in Ratsfraktion

Ziel | Stadt gibt nicht auf, Faßmannsreuth und Neuhausen mit DSL zu versorgen.
„Breitbandpate“ macht Hoffnung auf eine Lösung

Erschienen in der Frankenpost vom 17.01.2009 von Susanne Glas.

Rehau – Wenn es um die bis dato fehlende DSL-Versorgung der Ortsteile Faßmannsreuth und Neuhausen geht, gibt die Stadt Rehau nicht auf. Am Donnerstag wurde sie als Mitglied der Breitbandinitiative Bayern gelistet – als eine von insgesamt 83 bayerischen Kommunen. Nur einen Tag später, am Freitag, hatten Hauptamtsleiter Hans-Peter Zeeh per E-Mail zwei Angebote von Firmen erreicht, die an der Versorgung der beiden Ortsteile mit dem schnellen Datennetz interessiert sind.

„Wir hatten uns nicht allzu viele Hoffnungen gemacht und sind deshalb umso erfreuter“, so Zeeh, der im Zuge des Beitritts zur Initiative zum „Breitbandpaten“ der Stadt Rehau ernannt wurde. Der Beitritt, so Zeeh, ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen mit der Telekom und anderen Firmen über den Anschluss der beiden verhältnismäßig weit abgelegenen Ortsteile.

Ob Verlegung von Glasfaserkabeln, wie von der Telekom favorisiert, oder Richtfunktechnik – der städtische Anteil hätte in beiden Fällen gut 200 000 Euro betragen. Enorme Kosten, bedenkt man, dass es in Faßmannsreuth „nur“ 61, in Neuhausen sogar nur 17 potenzielle DSL-Nutzer gibt. Diese Zahlen basieren auf einer Umfrage in den beiden Ortsteilen, sind laut Zeeh aber nicht durch Vorverträge untermauert.

Attraktiv scheinen sie trotzdem, wie die beiden E-Mails nun beweisen. Der Kontakt zu den interessierten Unternehmen, wovon eines die DSL-Versorgung gar ohne städtischen Zuschuss bewirbt, kam über die Homepage der Initiative (www.breitband.bayern.de) zustande, auf der die Stadt Rehau seit Donnerstag den Bedarf für Faßmannsreuth und Neuhausen kundtut.

Ob den Angeboten Aufträge folgen, werden weitere Untersuchungen, eventuell auch Bürgerversammlungen ergeben. Immerhin wollen die Firmen Gewinn machen, sodass die enormen Kosten am Ende die Nutzer tragen müssten, was laut Zeeh nicht Sinn und Zweck der Sache ist. Deshalb macht die Initiative ein Angebot: Wenn alle Möglichkeiten ohne Ergebnis abgeklopft sind, könnte eine Förderung der Initiative greifen. Dann würde der städtische Anteil mit 50 Prozent bezuschusst. Wenn . . .

Die Breitbandinitiative Bayern

Die Breitbandinitiative Bayern wurde im Jahr 2006 vom Bayerischen Städtetag, Bayerischen Landkreistag und Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie gegründet.

Sie bietet Infos zu Technologien und berät vor Ort.

Nachdem die Staatsregierung 19 Millionen Euro Fördergelder für die Breitbandversorgung zur Verfügung gestellt hat, startete im Juli vergangenen Jahres die zweite Stufe der Breitbandinitiative Bayern.

Hierzu Leserbrief von U. Scharfenberg 18.01.2009

Vielen Dank für die unermüdlichen Bemühungen der Stadt Rehau für eine schnelle Internet (Breitband) Lösung für die Ortsteile Neuhausen und Faßmannsreuth. Zeigt doch die Berichterstattung erneut wie notwendig diese Datenautobahnen inzwischen geworden sind. Nicht nur für die Ansiedlung von Industrie oder Freiberuflern, die zwischenzeitlich auf diese Technologie angewiesen sind, sondern auch als Standortkriterium für Familien spielt eine vernünftige Versorgung eine immer bedeutendere Rolle. Umso erschreckender ist es, dass die bayerische Staatsregierung die notwendige flächendeckende Versorgung des Freistaates sträflich vernachlässigt hat. Anstatt immer von Strukturpolitik und Chancengleichheit für den ländlichen Raum zu reden, wäre beherztes anpacken sinnvoller als die immerwährenden Lippenbekenntnisse. Strukturpolitik für Oberfranken ist eben mehr als die Entsorgung ausgemusterter oberbayerischer Politikerinnen mit Versorgunglücke nach Europa. Nachdem auf Initiative der SPD im so genannten Konjunkturprogramm II der Aufbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes im ländlichen Raum durchgesetzt worden ist, dürfen wir gespannt sein, wann die bayerische Staatsregierung die Vorgaben endlich zielgerichtet umsetzt und nicht nur für unsere Ortsteile eine für die Gemeinden weitgehend kostenneutrale Lösung umsetzt. Denn zur Erinnerung: die Fördergelder des Bundes können nur über die Bayerische Landesregierungen an die Kommunen weitergegeben werden.

LESERBRIEF hierzu erschienen in der Frankenpost vom 22.01.2009

Hervorragende Versorgung

Zum Leserbrief von Ulrich Scharfenberg über die Breitbandversorgung in Faßmannsreuth und Neuhausen, erschienen am 19. Januar

„Der SPD-Orts- und Unterbezirksvorsitzende attackiert die Staatsregierung, obwohl er sicher weiß, dass die Breitband-Erschließung in Rehau exzellent ist. Einer Gemeinschaftsanalyse von Stadt und Telekom zufolge ist DSL in Rehau und im Umkreis von etwa vier Kilometer einwandfrei zu empfangen. Interessierte aus Fohrenreuth, Pilgramsreuth, Schönlind, Wurlitz und Woja können schnelles Internet also problemlos buchen. Großteils erschlossen ist auch Faßmannsreuth, und zwar über Regnitzlosau. Der andere Teil von Faßmannsreuth ist so weit vom Verteilerknoten weg, dass der Aufwand einer Erschließung nach Aussage der Fachleute immens wäre. Leider gilt das ebenso für Neuhausen. Speziell deshalb drängt die Verwaltung auf Aufnahme in die bestehenden Förderprogramme. Parallel und permanent versucht die Stadt, wegen der Restversorgung auch direkt auf die Telekom einzuwirken. Freilich gibt es vielerorts weit größere Lücken und ist in Anbetracht unserer bereits hohen Versorgungsdichte ein Notstand für Rehau nicht darstellbar. Vor allem aber kann jeder, der schnelles Internet haben will, sich via Satellit versorgen. Dabei wären Kabelangebote der Telekom für den einzelnen zwar günstiger, doch Satellitennutzung kostet heute deutlich weniger als noch vor zwei Jahren. Alles in allem: Die Internetversorgung in Rehau ist hervorragend und einer unserer Standortvorteile.“

Jürgen Icks,

Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion

 

Homepage Ulrich Scharfenberg

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