Foto: Eva Böhm Karl Lothes brachte es auf den Punkt: „Ich bin überzeugt, dass wir bei der Wahl bei den Stadtratssitzen zulegen werden.“ Er zählte wie auf einer breiten Palette seine lange, engagierte Arbeit in der Kommunalpolitik und seine Mitarbeit an erfolgreichen Projekten auf, beispielsweise in der Verkehrs- oder Schulpolitik. Weiter erläuterte er den anwesenden Genossen, dass er seine Chancen bei der Wahl zum Landrat recht gut einschätzt. Einigkeit zeigten die 30 SPDler, als sie für die Liste der Stadtratskandidaten votierten. Der Vorsitzende des Ortsvereins, Oliver Winkelmaier, präsentierte diese Kandidaten. Er meinte, dass in den vergangenen sechs Jahren die SPD-Stadträte in der Pegnitzer Kommunalpolitik einiges bewegen konnten. „Zum Wohle der Menschen wurde vieles durchgesetzt und auf den Weg gebracht. Dies soll auch die Maxime für die nächste Wahl sein. Die SPD-Mannschaft für die Zukunft steht“. Erfreut verwies er auf den hohen Frauenanteil. Ansonsten stehen Kandidaten aus den eigenen Reihen wie auch freie Bewerber auf der Liste. Es wird ein breites Spektrum verschiedenster Berufe präsentiert, mit denen auch immer ein breit gefächertes Wissen und verschiedenste Kompetenzen einhergehen. Eine gute Mischung der Kandidaten aus dem Umland zählte er ebenso zu den positiven Aspekten wie die Mischung aus nahezu allen Altersschichten.
Fraktionsführer Uwe Raab dankte allen Bewerbern für ihre Bereitschaft und das Engagement und betonte, dass die Mitwirkung an der Kommunalpolitik auch Spaß machen soll. Er sagte: „Wir stehen hier in der Tradition von Hans und Fritz Gentner, von Hans Scheuerlein und Else Potzler bis hin zu Reinhard Ullmann. Sie fühlten sich alle durch einen Geist verbunden.“ Er beschrieb ihn so: „Sozialdemokrat zu sein in der Kommunalpolitik bedeutet, sachlich gute Politik zu machen und zu wissen, für wen und wofür man da ist. Nämlich für die kleinen Leute und um den größten Humbug zu verhindern.“ Für die SPD heißt das, den Gemeinschaftsgeist und die Entwicklung der Stadt voranzubringen — würdig, solidarisch und gerecht.
Uwe Raab zählte viele Themen auf, die rund seine Kollegen als Stadtratsfraktion anregen, einfordern und erreichen konnten: VGN-Anschluss (besonders die Einbindung der Orte im Norden von Pegnitz, die Achse von Trockau über Zips nach Troschenreuth); die bauliche Verjüngung der Gefahrenkreuzung in Troschenreuth und Tempo 30 in Neudorf; den Beitritt zur Metropolregion Nürnberg, Erhalt des Pegnitzer Eisstadions oder des Sprungturms; Forderung zur flächendeckenden Versorgung mit DSL-Leitungen, und die Schaffung von zwei Kinderkrippen in Pegnitz. Dazu kommen die Bemühungen um ein schulisches Ganztagesangebot in Pegnitz, das mittlerweile von Schulverband und Hauptschule verfolgt wird.
Raab weiter: „Wir haben den ‚Dialog mit Zukunft’ mit der Bevölkerung geführt.“ Er beklagte die demographische Entwicklung der Stadt, die durch einen dramatischen Bevölkerungsrückgang gekennzeichnet ist. Raab forderte die dauerhafte Sicherung der medizinischen Versorgung ebenso vehement wie den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Weiter führte er aus, dass es erforderlich ist den Transfer vom Forschungslabor auf die Werkbank für die Unternehmen und für Neuansiedlungen zu bewerkstelligen. „Wir brauchen Entwicklung im Bereich Gesundheit und Wellness und wir brauchen ein Referat oder eine eigene Agentur für Wirtschaftsförderung.“ Uwe Raab sagte abschließend zu den Versammelten: „Es ist mir eine Ehre, die SPD-Stadtratsfraktion und die SPD-Liste anzuführen; wir haben uns als Fraktion ein kritisches, konstruktives und kreatives Profil erarbeitet; wir mischen uns ein und tragen Sinnvolles mit. Wir sind bereit, dicke Bretter zu bohren und nicht nur den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.“ EVA BÖHM