SPD | Arbeitsgemeinschaft setzt auf Bildung und Betreuung.

Veröffentlicht am 20.01.2009 in Bildung

SPD | Arbeitsgemeinschaft setzt auf Bildung und Betreuung.
Mittagessen gegen Armut

Erschienen im Hofer Anzeiger am 20.01.2009

Hof – Eine zunehmende Zahl von Kindern kommt ohne Frühstück in den Kindergarten und in die Schule, viele erhalten keine warme Mahlzeit. In Hof leben viele Kinder an oder unter der Armutsgrenze. Damit befasst sich auch die Arbeitsgemeinschaft Bildung der Hofer SPD – die jetzt laut einer Mitteilung ein warmes Mittagessen in Schule oder Kita für alle Hofer Kinder fordert.

Um den Teufelskreis von Armut, Bildungsarmut und anderen Nachteilen von Kindern zu durchbrechen, fordert die Arbeitsgemeinschaft der SPD außerdem ein Landesprogramm zur Bekämpfung von Kinderarmut. Zentrales Anliegen darin: „Allen Kindern in Hof ein warmes Mittagessen in Kindertagesstätten und Schulen zu ermöglichen.“ Die Stadt Hof müsse bei der Finanzierung der Schulen eine besondere Unterstützung bekommen. Es sei notwendig, dass alle Schüler in der Stadt ihr Schulessen vom Bayerischen Staat voll finanziert bekommen, schreibt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Günter Merkel.

In den Kindergärten sei die Situation nicht anders. Merkel dazu: „Wir wollen erreichen, dass auch die Familien ihre Kinder in den Kindergarten schicken, die sich das bisher nicht leisten können. Deshalb soll das letzte Kindergartenjahr für alle Eltern beitragsfrei sein.“

Die Arbeitsgemeinschaft fordert nach der Verabschiedung des Konjunkturprogramms II in Höhe von 50 Milliarden Euro ein schnelles Reagieren der Stadt Hof. Sie müsse ein schnelles Finanzierungkonzept vorlegen, so die Beteiligten – in das natürlich auch die Jahnturnhalle mit aufgenommen werden soll.

Förderung beantragen

„Das Konjunkturpaket II steht. Jetzt müssen dringend Förderanträge gestellt werden. Die Generalsanierung der Münsterschule steht im Vordergrund. Gibt es von den Fachbereichen Schule und Sport Finanzierungspläne? Sind die Anträge schon gestellt worden?“, das fragen die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. Sie selbst hätten immer wieder darauf hingewiesen, dass die Investitionen zu 100 Prozent von Bund oder Land übernommen werden müssen, weil die Stadt Hof die übliche Co-Finanzierung nicht aufbringen könne.

„Einen anderen Aspekt dürfen wir auch nicht aus den Augen verlieren“, setzte Schriftführer Aytunc Kilincsoy fort. „Investitionen sind gut und notwendig. Dabei müssen sowohl die Erfordernisse der Pädagogik als auch der Bedarf an energetischer Sanierung berücksichtigt werden“. Schulpsychologen und Schulsozialarbeiter gehören nach Auffassung von Kilincsoy zum pädagogischen Personal an Schulen. „Soziale Probleme können von Kommunen allein nicht gelöst werden.“

Während sich viele Eltern von Kindern unter drei Jahren in Hof eine Betreuung wünschen, könnten dies nur wenige umsetzen, weil nicht genügend Plätze zur Verfügung stehen. Marion Ühla-Mayer: „Um die bundespolitische Vorgabe von einem Versorgungsgrad in Höhe von 35 Prozent zu erfüllen, müssen in Hof viel mehr Betreuungsplätze für unter Dreijährige geschaffen werden“. Es müsse festgestellt werden, wie groß der tatsächliche Bedarf in der Stadt ist. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft SPD-Kreisverband bemängelten zudem, dass in Bayern eine Erzieherin zu viele Kinder betreut. Eine zentrale Forderung der Arbeitsgemeinschaft bleibe außerdem die flächendeckende gebundene Ganztagsschule in der Saalestadt.

 

Homepage Ulrich Scharfenberg

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