Sebastian Macht neuer Vorsitzender

Veröffentlicht am 09.06.2008 in Kommunalpolitik

SPD Marktredwitz | Klaus Haussel und Hermann Bayerl treten als Vorsitzende aus gesundheit- lichen Gründen zurück. Freude über das Wahlergebnis, aber die Mitglieder- entwicklung im Ortsverein bereitet Sorgen.
Sebastian Macht neuer Vorsitzender

Marktredwitz – Sebastian Macht ist der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Marktredwitz. Als seine Stellvertreter wurden Christine Eisa und Murtaza Karakus gewählt. Klaus Haussel, der 13 Jahre an der Spitze des Ortsvereins stand und sein Stellvertreter Hermann Bayerl hatten ihre Ämter – unter anderem auch aus gesundheitlichen Gründen – abgegeben.

In seinem letzten Bericht als Vorsitzender gab Haussel die Zahl der Mitglieder mit 102 Personen bekannt. Es war nur ein Austritt zu verzeichnen, alles andere seien Todesfälle. „Das zeigt, dass unser Ortsverein überaltert ist.“ Das sei aber gleich die Verpflichtung, die er an den neuen Vorstand weitergeben müsse. „Nur wenn wir personell gut aufgestellt sind, können wir unsere Politik weiterhin betreiben“, sagte Haussel und fuhr fort: „Wir haben einen Wahlkampf gemacht, der sich ausschließlich an unserer bisherigen konstruktiven Politik und der zukünftigen Politik orientiert hat.“ Er denke, man habe einen guten und erfolgreichen Wahlkampf gemacht. Die alte und neue Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder habe mit 71,78 Prozent ein noch nie da gewesenen Ergebnis erreicht. „Das zeigt, in welcher Breite und Tiefe unserer Bevölkerung hinter der Politik unserer Oberbürgermeisterin und der SPD steht.“ Man habe zugelegt und die Wahl gewonnen, die SPD sei wieder die stärkste Fraktion im Stadtrat.

Haussel kündigte an, dass er sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung stellen werde. Die Gründe hierfür seien völlig undramtisch, alle Insider hätten es bereits gewusst. Haussel nannte drei Gründe: „Ich habe 13 Jahre diesen Ortsverein geführt.“

13 Jahre an der Spitze

13 Jahre seien eine verdammt lange Zeit. „Wir waren jung und voller Elan und haben die Richtung nach vorne für diesen Ortsverein bestimmt, das war gut und richtig.“ Nun aber sollten neue und junge Kräfte wieder für Schwung sorgen. Außerdem sei er gesundheitlich angeschlagen, deshalb musste er einen Gang zurückschalten, das habe er seiner Frau versprochen. Drittens sei er in der glücklichen Lage, zweiter Bürgermeister dieser Stadt zu sein.

Hermann Bayerl berichtete, dass die AfA den Ortsverein in den Wahlkämpfen unterstützt habe, auch für die Landtagswahl werde man gefordert. Er trete auch von seinem Posten als stellvertretender Vorsitzer zurück. Als er das Amt übernahm, hatte der Ortsverein Marktredwitz 200 Mitglieder. Heute zeigten die Zahlen, dass man die Hälfte der Mitglieder verloren habe. „In einer so schwierigen Zeit ist man froh, wenn man junge Genossen hat, die Verantwortung übernehmen wollen.“ Man sollte diesen jungen Leute die Chance geben, dass sie diese Arbeit weitermachen.

Im VdK gefordert

Er sei als VdK-Vorsitzender jetzt mehr gefordert und müsse sich mehr um den VdK kümmern, auch sei er gesundheitlich angeschlagen, versprach aber: „Ich bleibe der SPD erhalten und werde mich verstärkt um die AfA kümmern.“

Christine Eisa berichtete, dass der neue Vorstand der AfA gewählt worden sei. „Wir wollen die Arbeit, die Gisela Wuttke-Gilch jahrelang aufgebaut hat, weiterführen.“ Man wolle dem SPD-Ortsverein ein verlässliche Stütze sein. Dem Kassenbericht von Willy Reif war zu entnehmen, dass der Ortsverein ein Plus in der Kasse zu verzeichnen habe. Die neue Fraktionsvorsitzende Gisela Wuttke-Gilch erwähnte, dass 43,3 Prozent der Wahlberechtigten nicht zur Wahl gegangen seien. „Das ist eine Zahl, die erschreckend ist.“ Es sei so, dass die SPD von

175 361 möglichen Stimmen 71 832 bekam, die CSU 53 940 Stimmen. Die SPD hatte 40,89 und die CSU 30,27 Prozent erreicht. „Wir haben gegenüber der letzten Wahl etwas zugelegt und könnten eigentlich zufrieden sein.“ Gisela Wuttke-Gilch ging noch auf die weitere Stadtpolitik ein. Themen für die Zukunft werden die Wirtschaftsförderung, das Stadtentwicklungskonzept der Stadtumbau West, die Haushaltskonsolidierung, die Integration der ausländischen Mitbürger und der Rückgang der Bevölkerungszahlen sein. Die Fraktionsvorsitzende sprach weiter die Pendlerpauschale und die Politikverdrossenheit an.

Als neuer Revisor wurde Klaus Haussel bestimmt. Die Delegierten für die Nominierungsversammlung sind Klaus Haussel, Gisela Wuttke-Gilch und Sabine König, die Vertreten sind Sebastian Macht, Hermann Bayerl und Erwin Pinzer.

Grussworte sprachen stellvertretender Landrat Horst Weidner, SPD-Kreisvorsitzender Heinz Martini, Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder und Unterbezirksvorsitzender Uli Scharfenberg. Heinz Herdegen

Sebastian Macht (Mitte),der neue Vorsitzende des SPD Ortsverein Marktredwitz, mit seinen Stellvertretern Christine Eisa (links) und Murtaza Karakus (Vierter, von rechts) und einigen Ehrengästen.

 

Homepage Ulrich Scharfenberg

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