

Neuwahl | Weil Wolfgang Pettirsch nicht mehr antritt, wählt die SPD Oberkotzau einen neuen Chef. Er will für Transparenz sorgen.
Frank Bürger lenkt die Geschicke des Ortsvereins
Erschienen in der Frankenpost am 09.02.2009
Oberkotzau – Vom Neujahrsempfang bis zum adventlichen Dämmerschoppen – im vergangenen Jahr ist die SPD Oberkotzau „stets präsent“ gewesen. So heißt es in einer Mitteilung über die Jahreshauptversammlung, bei der sich Vorsitzender Wolfgang Pettirsch über viele Teilnehmer, darunter Unterbezirksvorsitzender Ulrich Scharfenberg und Kreisvorsitzende Hof Land und Stadt, Klaus Adelt und Jörg Mielentz, freute.
„Obwohl die Kommunalwahl nicht das erhoffte Ergebnis brachte“, so Pettirsch in seinem Rechenschaftsbericht, „wird die Oberkotzauer SPD ihre für den Ort erfolgreiche Arbeit fortsetzen.“ Das Ohr am Bürger zu haben, sei für die Sozialdemokraten selbstverständlich, was auch der Veranstaltungskalender für dieses Jahr zeige. Er zeige den Menschen viele Möglichkeiten auf, sich einzubringen, Wünsche und Kritik zu äußern.
Nach dem Bericht der Kassenprüfer und der Entlastung des Vorstandes sprachen die Ehrengäste einige Worte zur überörtlichen Politik. Ulrich Scharfenberg kritisierte die Haltung der Christdemokraten, welche, allen voran die Kanzlerin, „ungebrochen darauf setzen, dass die freien Märkte alles selbst regeln könnten“. Dabei hätten sich gerade die „kleinen Verlierer“ der Bankenkrise ein Mindestmaß an staatlicher Kontrolle gewünscht.
Grüße im Gepäck
Jörg Mielentz überbrachte die Grüße von MdB Petra Ernstberger und betonte, dass die Bundestagsabgeordnete eine stete Kämpferin für die Region sei. Die oberfränkische CSU versuche neuerlich, für schwache bayerische Regionen Steuerentlastungen zu erzielen und damit das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen. „Dass die Regionen wegen jahrzehntelanger verfehlter CSU-Regionalpolitik schwach sind, verschweigen diese Abgeordneten“, sagte Mielentz.
Klaus Adelt rief zu einer Unterstützung der SPD bei der Europawahl im Juni auf, „denn es kann nicht angehen, dass eine ausrangierte oberbayerische CSU-Politikerin ihren Altersruhesitz in Brüssel findet“. Die CSU sei bis heute nicht im Einklang mit der Europäischen Gemeinschaft. Das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturprogramm, so Adelt weiter, trage die Handschrift der SPD und sei der Anfang dafür, eine der größten wirtschaftlichen Krisen des Landes zu meistern.
Fraktionsvorsitzender Markus Retsch gab einen Einblick in die Arbeit im Gemeinderat. Obwohl die Fraktion nach der letzten Wahl sehr geschwächt sei, werde konstruktive Arbeit in allen Ausschüssen geleistet. Hierzu gehöre auch, Entscheidungen zu widersprechen und intensiv bei den anstehenden Großprojekten Schule und Summa-Gelände mitzuarbeiten. Für das Großprojekt Umgehungsstraße werde man zusammen mit der CSU kämpfen – „ohne wenn und aber“.
Die Neuwahlen, welchen sich der bisherige Vorsitzende Wolfgang Pettirsch nicht mehr stellte, brachten folgendes Ergebnis: Neuer Vorsitzender ist Frank Bürger.
Dank für engagierte Arbeit
Zweite Vorsitzende ist Barbara Wollner, Schriftführerin Margit Denzler und Kassierer Friedrich Roth.
Frank Bürger dankte Pettirsch für die engagierte Parteiarbeit und betonte, dass die Transparenz der Aktivitäten der Oberkotzauer SPD zukünftig noch mehr als bisher in der Öffentlichkeit und im Internet dargestellt wird.
Ehrungen
Erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden Frank Bürger war die Auszeichnung verdienter Mitglieder. Für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielten Erna Krögl und Alfred Seidel die Ehrenurkunde der SPD. Für 25 Jahre bekam Otto Wenzl die Dankesurkunde. Friedrich Roth, der verhindert war, bekam eine Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft.
Homepage Ulrich Scharfenberg
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