Frauenberger Weg | Weil der ehemaliger Bierkeller einer Rehauer Brauerei über Jahrzehnte zur Müllablagerung genutzt wurde und zudem einsturzgefährdet war, muss die Stadt Rehau 25 500 Euro berappen.
Rehau – Als geschichtsträchtige aber teure Altlast hat sich ein Felsenkeller unter der Gartenanlage am Frauenberger Weg für die Stadt entpuppt. Allein für die Einsturzsicherung mussten 25 000 Euro berappt werden. Doch damit nicht genug: Da der Keller offenbar über Jahre als wilde Müllhalde für Autoreifen, Altbatterien und dergleichen gedient hat, fielen zudem Entsorgungskosten von 5563 Euro an.
Das Ergebnis der Maßnahme, nämlich überplanmäßige Ausgaben von insgesamt 30 500 Euro, wurde am Montag dem Finanzsenat zur Absegnung vorgelegt.
Wie Hauptamtsleiter Hans-Peter Zeeh den „Senatoren“ erklärte, war man anfangs nur von einer Entrümpelungsaktion ausgegangen. Dabei sei festgestellt worden, dass der ehemalige Bierkeller einer Rehauer Brauerei – im Hauptgang immerhin 40 Meter lang – im vorderen Bereich akut einsturzgefährdet war. „Im Pachtgarten darüber gab es dadurch bereits erhebliche Bodenabsenkungen“, so Zeeh. Da eine Abstützung der Decke vom Keller aus nicht möglich gewesen sei, gruben sich die Bauarbeiter von an die Stelle heran und bauten eine begehbare Betonröhre ein, um die Erreichbarkeit des hinteren Kellerteils weiterhin zu gewährleisten. Die Gesamtkosten von 25 000 Euro beinhalten laut Zeeh auch die Wiederherstellung des Pachtgartens.
Mit einer Gegenstimme, nämlich der von Siegmar Hopperdietzel (FUWR), nickte der Finanzsenat die Kosten am Ende ab. Hopperdietzel machte deutlich, dass er diese Ausgabe vor dem Hintergrund, dass der Keller völlig ungenutzt ist, nicht mittragen könne. Bürgermeister Michael Abraham wies mit einem Augenzwinkern darauf hin, dass vonseiten des Bauhofs jetzt Fledermaus-Türen eingebaut wurden – und es damit am Ende womöglich doch eine „Nutzung“ der alten Gewölbe geben könnte. Außerdem erklärte er, dass eine Verfüllung, die das Problem ein für alle Mal gelöst hätte, aufgrund der Größe des Kellers – und den damit verbundenen Kosten – nicht infrage gekommen sei.
Jürgen Icks (CSU) wollte wissen, wer den Müll dort abgelagert hat, das sei doch eine „unglaubliche Schweinerei“. Laut Abraham stammten die ältesten Ablagerungen von Anfang der 70er Jahre. Entlang des Hohlweges gebe es übrigens weitere, „ähnlich gefüllte“ Keller dieser Art. „Die sind aber in Privatbesitz, sodass wir keine Handhabe haben.“
Ulrich Scharfenberg (SPD) wollte wissen, ob es wenigstens über das Fledermaus-Schutzprogramm ein paar Euro an Zuschuss gegeben habe. „Die hätte es nur für den Bau der Türen gegeben, die wir aber schon vom Bauhof anfertigen lassen haben“, antwortete Abraham, „das nächste Mal wissen wir’s!“ glas
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