Haus Perlenbach | Bezirkstagskandidaten besuchen das neue Seniorenheim in Schönwald. Schon jetzt 32 Bewohner.

Veröffentlicht am 27.08.2008 in Kommunalpolitik

Haus Perlenbach | Bezirkstagskandidaten besuchen das neue Seniorenheim in Schönwald. Schon jetzt 32 Bewohner.
So lang wie möglich selbstständig bleiben

Schönwald – Über das Hausgemeinschaftsmodell im Seniorenheim „Haus Perlenbach“ und die Eindrücke nach den ersten Wochen informierten sich die SPD-Bezirkstagskandidaten Ulrich Scharfenberg und Bettina Bayerl mit Fraktionsvorsitzendem Klaus Jaschke und der Ortsvereinsvorsitzenden Sonja Schuster.

Kaspar Pfister, Geschäftsführer der BeneVit-Pflege begrüßte die Gäste, führte durch das „Haus Perlenbach“ und erläuterte den Bezirkstagskandidaten das Hausgemeinschaftsmodell. In vier Wohnbereichen befinden sich Einzel- und Doppelzimmer mit jeweils einem großen Wohnzimmer, einem Essraum und einer Küche, sowie die notwendigen Hauswirtschaftsräume. Etwa 60 Quadratmeter Wohnfläche stehen jedem Bewohner zur Verfügung.

Der wöchentliche Speiseplan werde in jeder Wohnung zusammen mit den Bewohnern zusammengestellt. Manchmal treffe man nicht den Geschmack eines jeden Bewohners, dieser habe aber auch die Möglichkeit, in einer anderen Wohnung zu essen.

Wer möge, könne bei der Zubereitung der Essen mithelfen oder auch in der Wohnung Wäsche bügeln – und alles wirklich freiwillig. Auf diese Art würden die Bewohner in das tägliche Leben eingebunden – Leben stecke an!

Ziel des Hausgemeinschaftsmodells sei, bei den Bewohnern möglichst lange soviel Selbständigkeit wie möglich zu erhalten. Damit könnten Menschen länger in einer niedrigen Pflegestufe verbleiben, was längerfristig auch kostengünstiger sei.

Viele Hürden gemeistert

Trotzdem habe es bei der Verwirklichung dieses neuen Modells in Schönwald eine ganze Reihe von Hürden gegeben, welche gemeistert werden mussten.

Allein das Kochen in der Wohnung sei für die Behörden neu und somit erst einmal ausgiebig zu prüfen gewesen. Kaspar Pfister lobte dabei die Unterstützung von Stadtverwaltung und Stadtrat in Schönwald. Ohne kostenlose Überlassung des Grundstückes und der Gewährung eines Zuschusses wäre die Verwirklichung nicht möglich gewesen.

Der Geschäftsführer wies darauf hin, dass es in Oberfranken für solche Einrichtungen den niedrigsten Investitionskostenzuschuss von ganz Bayern gäbe.

Ulrich Scharfenberg bemängelte den übertriebenen Sparwillen des Bezirks Oberfranken „Auf den Rücken der Heimbewohner und anderer sozial Schwachen, die keine oder nur eine kleine Lobby haben, wird hier ein gnadenloser Sparkurs durchgezogen“.

Fraktionsvorsitzender Klaus Jaschke bestätigte, dass der Stadtrat alle Beschlüsse zur Entstehung des Seniorenheimes einstimmig befürwortet und damit der Stadtverwaltung entsprechende Handlungsmöglichkeit gegeben habe. Auch die Zusammenarbeit und die Einbindung des Seniorenheimes im Rahmen der Stadtkerngestaltung bestätige das gute Miteinander in Schönwald, so Kaspar Pfister.

Seit der Inbetriebnahme des Seniorenheimes am 30. Juni 2008 seien 32 Bewohner eingezogen, wobei die meisten aus Schönwald stammten. Dies sei für etwa acht Wochen ein beachtliches Ergebnis. Durch das Hausgemeinschaftsmodell seien 35 bis 40 Prozent mehr Pflege- und Hauswirtschaftskräfte als Bewohner notwendig.

Auf die Frage, wo es jetzt am Anfang die größten Schwierigkeiten gäbe, antwortete Pflegedienstleiterin Carmen Krone, dass mit dem Einzug für den Bewohner vieles neu sei und es einer gewissen Zeit des Einlebens bedürfe.

Man fühlt sich zu Hause!

Hauswirtschaftsleiterin Sabine Lippert und auch Carmen Krone bestätigten, dass man in Schönwald sehr gut aufgenommen worden sei. Man fühle sich zu Hause! Ihr größter Wunsch sei, dass sich noch möglichst viele ehrenamtliche Helfer melden, um mit den Bewohnern etwas gemeinsam zu unternehmen, wie etwa bei Lese- oder Bastelnachmittagen oder auch durch musikalische Darbietungen.

Sonja Schuster ergänzte dazu, dass – wie bereits bei der Übergabe von seniorengerechten Spielen anlässlich der Eröffnung zugesagt – die SPD-Stadtratsfraktion demnächst zu einem Spielenachmittag kommen werde.

Ulrich Scharfenberg und Bettina Bayerl zeigten sich vom „Haus Perlenbach“ mit seinem Hausgemeinschaftsmodell beeindruckt. Vor allem auch das Kommen und Gehen von Besuchern während des Rundganges zeige deutlich die Lebendigkeit des Seniorenheimes.

Nach dem Rundgang auf der Terrasse des Seniorenheimes: Sonja Schuster, Kaspar Pfister, Bettina Bayerl, Carmen Krone, Ulrich Scharfenberg, Sabine Lippert und Klaus Jaschke

 

Homepage Ulrich Scharfenberg

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