

Besuch | Die Vorsitzende des Müttergenesungswerks, Marlene Rupprecht, informiert sich über das Gesundheitsangebot in Bad Alexandersbad. Chancen bei Mütter-Kind-Kuren.
Kein Haus für Reha-Kuren
Bad Alexandersbad – Über das Kurangebot in Bad Alexandersbad informierte sich die Vorsitzende des Müttergenesungswerkes, Marlene Rupprecht. Zusammen mit Heinz Martini (SPD-Landtagskandidat und Bürgermeister), Jörg Mielentz (SPD-Landtagskandidat für Hof), Bundestagsabgeordneter Anette Kramme, Bezirkstagstagskandidat Ulrich Scharfenberg und den Bad Alexandersbader SPD-Gemeinderäten diskutierte sie über die Chancen des Heilbades.
Heinz Martini berichtete über die Konkurrenzsituation zu den Böhmischen Bädern, die alle über Thermen verfügten. Marlene Rupprecht bedauerte, dass in Bad Alexandersbad kein Haus für Reha-Kuren geeignet sei und der Gebäudebestand aus den 60er Jahren stamme. Häuser für Rehakuren dürften maximal über 50 bis 60 Betten verfügen.
Die Vorsitzende des Müttergenesungswerkes sagte, dass es einen großen Bedarf bei Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kuren gebe. Sie räumte aber auch ein, dass einer Studie zufolge derzeit nur zehn Prozent des Bedarfs an solchen Kuren gedeckt werden könne. Die Einrichtungen des Müttergenesungswerks würden von der Diakonie, der Caritas, der Arbeiterwohlfahrt, dem paritätischen Wohlfahrtsverband oder dem BRK getragen. „Sollte ein solches Haus in Bad Alexandersbad entstehen sollen, müsste ein solcher Träger gefunden werden. Dazu muss aber auch feststehen welche Indikationen hier beha,ndelt werden können.“
Marlene Rupprecht sprach auch die Situation der Rentner an. „Das Gesundheitsbewusstsein dieser Gruppe ist gewachsen. Viele Rentner haben Geld für Kuren übrig, sie entscheiden sich aber in der Regel für hohe Qualität.“ Wichtige Kriterien für ältere Menschen seien Barrierefreiheit, eine gute Erreichbarkeit und ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr.
Die Gemeindevertreter wiesen darauf hin, dass im Zuge der Dorferneuerung ein Großteil des Ortes barrierefrei werde und in Arbeitsgruppen die künftigen Ziele des Bades festgelegt würden.
Jörg Mielentz und Anette Kramme betonten die Wichtigkeit einer großräumigen Werbung unter Einbeziehung der böhmischen und sächsischen Bäder.
„Bei aller Gemeinsamkeit ist aber wichtig, dass jeder Kurort sein spezifisches Angebot herausarbeitet“, meinte Heinz Martini.
Eine weitere Station war das Wohnzentrum für Senioren an der Zollbrücke in Wunsiedel. Dort informierten Vertreter der Diakonie über die Möglichkeiten des betreuten Wohnens in der Region. W. L.
Bei der Tour durch Bad Alexandersbad (von links): die Gemeinderäte Markus Hausmann, Marianne Bauer und Arno Speiser, Landtagskandidat Heinz Martini, die Vorsitzende des Müttergenesungswerks Marlene Rupprecht, Landtagskandidat Jörg Mielentz, Bundestagsabgeordnete Anette Kramme und Bezirkstagstagskandidat Ulrich Scharfenberg.
Homepage Ulrich Scharfenberg
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