Woche der Übertrittszeugnisse: SPD kritisiert anhaltenden Auslesedruck

Veröffentlicht am 30.04.2008 in Landespolitik

Zu Beginn der Schulwoche, an deren Ende die von vielen Eltern und Schülern nicht ohne Sorge erwartete Verteilung der Übertrittszeugnisse steht, machten die stellvertretende Landesvorsitzende der BayernSPD, Adelheid Rupp, und der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann, bei einer Plakatenthüllung noch einmal auf die "pädagogische Perversion" (A. Rupp) des Ausleseinstruments Übertrittszeugnis aufmerksam.

Pfaffmann: "Der 2. Mai bedeutet für viele Schüler und Eltern vor allem eines: Angst und Belastung." Die formale Abschaffung des Übertrittszeugnisses im nächsten Schuljahr ist nach Meinung nicht nur der SPD-Bildungspolitiker reine Augenwischerei, solange das Zwischenzeugnis die selbe Funktion übernimmt und bürokratische Auslese, die mit individueller Beurteilung nichts zu tun hat, den Elternwillen verdrängt.

Die unsägliche Rede Ministerpräsident Becksteins am vergangenen Samstag in Nürnberg habe deutlich gezeigt, so Pfaffmann, dass Eltern und Kinder von der Staatsregierung nichts zu erwarten hätten: "Diese Staatsregierung bleibt bildungspolitisch reformunfähig, sie will die unchristliche und unmenschliche Auslese. Ihre Versprechen vor den Landtagswahlen sind Schall und Rauch."

 

Homepage Oliver Winkelmaier

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