Mit viel Zuversicht gehen die Pegnitzer Sozialdemokraten in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs. „Wir haben ein hervorragendes Team und ein zukunftsfähiges Programm für die nächsten sechs Jahre aufgestellt“, so der Ortsvereinsvorsitzende Oliver Winkelmaier beim traditionellen Politischen Aschermittwoch im Gasthaus Schmidt in Hainbronn.
Bereits im Bürgermeisterwahlkampf vor zwei Jahren habe sich gezeigt, dass die Politik der SPD bei den Menschen ankomme und die Sozialdemokraten mit ihrem wegweisenden Wahlprogramm überzeugen konnten. „Unser Programm war so gut, dass sich sogar einige andere Pegnitzer Parteien davon haben inspirieren lassen, wie man jetzt in den einzelnen Wahlprogrammen zur Stadtratswahl nachlesen kann“, sagte der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Pegnitz, Uwe Raab.
Uwe Raab, verdeutlichte dies anhand der neu geschaffenen Kinderkrippen in Pegnitz. „Für die Forderung nach Kinderkrippen wurden wir lange Jahre von den Machthabenden angegriffen und als Befürworter des DDR- Sozialismus in die Ecke gestellt.“ Die SPD- Fraktion im Stadtrat habe schon lange vor allen anderen erkannt, dass Kinderkrippen ein immens wichtiger Standortfaktor für die Pegnitzer Zukunft seien. „Hier hat die konservative Allianz dieser Stadt lange Jahre versagt“, so Raab weiter.
Im Moment sei jedoch die Wandlung vom Saulus zum Paulus zu beobachten und die Konservativen täten so, als würden sie gerade das Kinderbetreuungsangebot von der Krippe bis zur Ganztagesklasse neu erfinden. „Die SPD fordert dies schon seit vielen Jahren. Hier wurden die nötigen Entscheidungen zu lange verschlafen.“ Zum Thema Ganzjahresbad verteidigte Raab die zustimmende Haltung der SPD. Das Ganzjahresbad sei eine bedeutende Investition für die Pegnitzer Freizeitkultur. „Wir wollen mit dem Ganzjahresbad erreichen, dass endlich Schluss damit ist, dass dann, wenn die Kinder frei oder Ferien haben, die Pegnitzer Freizeiteinrichtungen geschlossen sind.“
„In Zukunft schieben wir das Cabriodach auf, wenn das Wetter schön ist, und schließen es bei schlechter Witterung. Wir wollen ein attraktives Bad für Pegnitz, nicht nur an 30 Hochsommertagen, sondern auch an den restlichen Tagen des Jahres.“ Eine Sanierung des bisherigen Bestandes hätte annähernd genauso viel gekostet, jedoch keinerlei Attraktivitätssteigerung für die Stadt mit sich gebracht. Zudem spare diese Lösung eine große Menge Energie ein und das Gelände des alten Hallenbades könne zum Bau einer Mehrzweckhalle für Schulsport und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.
„Für die Forderung nach einer solchen Mehrzweckhalle wurden wir lange Zeit aufs Schärfste angegriffen, nun findet sie sich auch in Wahlprogrammen anderer Parteien wieder“, sagte Raab. Viel Applaus bekam im Anschluss der Pegnitzer Landratskandidat Karl Lothes, der mit seiner gelungenen Darbietung des Gemeindeschreibers „Leisefluss“ humoristisch das politische Geschehen auf die Schippe nahm.
Hier bekam der umstrittene Transrapid genauso sein Fett weg wie das merkwürdige Abstimmungsverhalten und die anschließenden Äußerungen mancher Landtagsabgeordneter zur Schließung des Pegnitzer Amtsgerichtes. Zum Abschluss des heiteren Abends hatte der Chor der SPD- Stadtratskandidaten seinen ersten Auftritt. Mit launigen „Schnaderhüpferln“ wurde die Pegnitzer Kommunalpolitik aufs Korn genommen.