

SPD-Kreisverband | Die Genossen wählen den Weißenstädter Holger Grießhammer zum neuen Vorsitzenden.
Ein junger Senkrechtstarter an der Spitze
Erschienen in der Frankenpost vom 02.02.2009
Bad Alexandersbad – Holger Grießhammer, der junge politische Senkrechtstarter der Weißenstädter SPD, hat eine weitere Sprosse auf der Leiter der Parteihierarchie erklommen: Er wurde am Samstag in Bad Alexandersbad an die Spitze der Kreis-SPD gewählt. Grießhammer, am 9. April 1982 geboren, löst Heinz Martini ab, der auf einen weitere Kandidatur für das Spitzenamt des SPD-Kreisverbandes verzichtet hatte.
Für Grießhammer, dessen Kandidatur Martini vorgeschlagen hatte, stimmten 45 Delegierte. Vier enthielten sich der Stimme. Auf einem Stimmzettel stand ein Nein. Der 26-Jährige Maler- und Lackierermeister war bislang einer der stellvertretenden Kreisvorsitzenden. In seiner Heimatstadt Weißenstadt hat Grießhammer das Amt des zweiten Bürgermeisters inne.
In seine Bewerbungsrede sagte Grießhammer, der sogenannte vorpolitische Bereich, also Vereine, Kirchen und Verbände, müsse wieder mehr von Sozialdemokraten abgedeckt werden. Er kündigte eine verstärkte Einbindung der Gewerkschaften in die Arbeit des Kreisverbandes an, will aber auch die Wirtschaft mit einbeziehen. Verbesserungsbedarf sieht Grießhammer im Verhältnis der SPD-Kreisverbände Wunsiedel und Hof. „Die alten Grabenkämpfe müssen durch eine neue Generation beendet werden“, forderte er.
Heinz Martini, der sich künftig auf seine Arbeit als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion konzentrieren will, bedauerte, dass es für ihn im vergangenen Jahr trotz des besten Erststimmenergebnisses in Oberfranken nicht für den Einzug in den Landtag gereicht habe. Martini sieht die SPD im Landkreis Wunsiedel kommunalpolitisch gut aufgestellt und verwies auf die neuen Bürgermeister seiner Partei. Zudem stelle die SPD in Wunsiedel die größte Kreistagsfraktion Bayerns.
Dass das Klinikum Fichtelgebirge in öffentlicher Hand blieb, ist laut Martini ein Verdienst des ehemaligen Landrats Dr. Peter Seißer und der SPD-Kreistagsfraktion. Für die direkten Anlieger der Bundesstraße 303 forderte der scheidende SPD-Kreisvorsitzende einen besseren Lärmschutz. Und er ermunterte dazu, die Chancen zu nutzen, die sich aus der Nähe zu Tschechien ergeben.
Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Ernstberger war die vergangene Woche „eine gute Woche“: Die Flutung des Röslautales sei „in die Tonne gekippt“ worden, und die Fichtelgebirgsautobahn werde nicht kommen. Auch Ernstberger verlangte nun Lärmschutzmaßnahmen für Tröstau und Bischofsgrün. Hier werde an ein Tunnel gedacht.
Die SPD-Abgeordnete bekundete ihre Solidarität mit den von der Rosenthal-Insolvenz betroffenen Arbeitnehmern. Die Firma, so sagte sie, leide unter einer verzwickten Situation, nämlich unter einer Insolvenz nach ausländischem Recht und an einer nach deutschem Recht.
Die SPD, so Ernstberger weiter, müsse dafür kämpfen, dass sie sich nicht aus der Reihe der Volksparteien verabschiede. Die Partei müsse stärker an der Basis arbeiten. Bei der Europawahl gebe es gute Chancen, dass die CSU die notwendigen fünf Prozent auf Bundesebene nicht erreichen werde. Mit einem Seitenhieb auf die oberfränkisches CSU-Europakandidatin sagte Ernstberger: „Wer Hohlmeier nicht will, muss SPD wählen.“
Wegen einer Fusion der Sparkasse Fichtelgebirge und der Kreis- und Stadtsparkasse Hof hat es laut stellvertretendem Landrat Horst Weidner inzwischen zwei Gespräche der jeweiligen Träger gegeben. Landrat Dr. Karl Döhler habe gesagt, wenn nur Hof als Standort einer künftigen Sparkasse Hochfranken in Frage kommen sollte, dann werde Wunsiedel nicht dabei sein. Ch.H.
Die Gewählten
Der SPD-Kreisvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Holger Grießhammer, Weißenstadt (neu). Stellvertretende Vorsitzende: Irene Unglaub, Wunsiedel, Stefan Göcking (Arzberger), Arno Speiser, Bad Alexandersbad (neu), Manfred Schilm, Selb (neu). Die weiteren Vorstandsposten: Schatzmeister Peter Schricker, Thiersheim (neu), Schriftführerin Bettina Bayerl, Marktredwitz, Revisoren Manfred Söllner, Wunsiedel und Norbert Höcht, Marktleuthen (neu). Zu Beisitzern wurden gewählt: Susanne Bugla, Christine Eisa, Michael Geiser, Peter Gräf, Benjamin Gruber, Melanie Haas, Manfred Häcker, Klaus Haussel, Stefan Klaubert, Sabine König, Jan Marberg, Brigitte Menzel, Erwin Pinzer, Rudolf Röll, Albert Schieder, Albrecht Schläger, Ursula Schricker, Reinhard Schula, Thomas Schwarz, Hans-Jürgen Wohlrab und Klaus Wotzka. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) leitet Stefan Roth, die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Irene Unglaub und die Arbeitsgemeinschaft 60 plus Georg Dülp
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