Blamage des CSU-Chefs: Uninformierter bayerischer Finanzminister will mit Kritik an Kfz-Steuervorschlag Steinbrück schlagen und trifft seinen Parteifreund Glos. „Das reiht sich ein in Hubers peinliche Pannenserie", kommentiert SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget das erneute Missgeschick des bayerischen Finanzministers und CSU-Vorsitzenden Erwin Huber. Dieser hatte in der „Bild"-Zeitung Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) kritisiert, weil dieser angeblich eine höhere Kfz-Steuer für die Besitzer älterer Autos plane - doch tatsächlich kommt dieser Vorschlag aus dem Bundeswirtschaftsministerium von Hubers Parteifreund Michael Glos (CSU).
Maget: „Uninformiert und übereifrig greift Huber eine der möglichen Alternativen bei der künftigen Gestaltung der Kfz-Steuer heraus und attackiert diese öffentlich, um sich – obwohl mit der CSU Koalitionspartner im Bund - wieder einmal gegen Berlin in Stellung zu bringen. Doch mit diesem peinlichen Profilierungsversuch hat sich der CSU-Vorsitzende erneut kräftig blamiert, denn der von ihm als falsch und bayernfeindlich gegeiselte Steuervorschlag stammt ausgerechnet aus der Feder von CSU-Minister Glos und wird von SPD-Finanzminister Steinbrück garantiert nicht umgesetzt."
„Ich rate Herrn Huber dringend, sich wenigstens in Zukunft vorher zu informieren und sachkundig zu machen, was und wen er kritisiert, damit er sich und damit leider auch Bayern in Berlin nicht wieder einmal lächerlich macht", rät der bayerische Oppositionschef dem immer stärker krisengebeutelten Finanzminister im CSU-Kabinett Beckstein. Maget: "Oder orientiert sich Huber inzwischen an dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's gänzlich ungeniert?"