In einer gemeinsamen Sitzung der SPD-Kreistags- und Stadtratsfraktion Coburg ist man sich einig darüber, dass es auf der alten Trasse zwischen Coburg und Eisfeld keine Reaktivierung der Werrabahn geben wird. Festhalten wollen beide Fraktionen am Bahnlückenschluss zu Südthüringen, um den ICE - Systemhalt zu stützen, sehen da aber die Freistaaten Bayern und Thüringen bzw. den Bund in der Pflicht.
Diese Forderung wurde auch gemeinsam durch den Kreistag Coburg und den Stadtrat Coburg mit der Verabschiedung des verkehrspolitischen Positionspapiers beschlossen.
In der Diskussion mit Iris Gleicke, MdB und Uwe Höhn, SPD-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag ist klar geworden, dass für einen solchen Lückenschluss eine Potenzialanalyse durch die Freistaaten Thüringen und Bayern oder das Bundesministerium für Verkehr notwendig ist. Nur so wird diese Maßnahme in den künftigen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen und erst dann kann über eine künftige Streckenführung nachgedacht werden. Da für diese Projektierung mit einem Zeitplan von 20 Jahren zu rechnen ist, sind zur Sicherung des ICE - Systemhalts ab dem Jahr 2017 kurzfristige Maßnahmen erforderlich. Aus diesem Grunde ist durch das Landratsamt bzw. der gemeinsamen ÖPNV - Beauftragten von Stadt und Land der Kontakt zu den bayerischen und thüringischen Nachbarkreisen aufzunehmen. Dabei soll der Busverkehr nach Coburg koordiniert werden. In der Stadt Coburg sind schon heute durch das Baureferat Maßnahmen zu ergreifen, um eine ausreichende Zahl von Parkplätzen am Bahnhof für Bahnreisende zur Verfügung stellen zu können.